• KatS-Uebung Olymp_0900.png
  • gesichertes Arbeiten in Hoehen 157.png
  • LF 20-16.png
  • KatS-Uebung Olymp_0953.png
  • Feuerwehrhaus mit Fahrzeugen.png
  • KatS-Uebung Olymp_0675.png
  • KatS-Uebung Olymp_1027.png
  • Weihnachtsbaumaktion_160.png
  • Fahrzeuge 2014.png
  • KatS-Uebung Olymp_0845.png
  • Weihnachtsbaumaktion_91.png
  • Weihnachtsbaumaktion_37.png

Frankfurter helfen im Katastrophengebiet

HOCHWASSER - Feuerwehr und DLRG in Erftstadt - Zeilsheimer Kameraden bringen Sachspenden

Der Feuerwehr-Verband kommt an einer Raststätte zusammen. Dann geht's ins Katastrophengebiet. FOTO: feuerwehr frankfurtFrankfurt - 31 Feuerwehrleute aus Frankfurt, darunter Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Sossenheim und Unterliederbach, sind nach Nordrhein-Westfalen gefahren, um dort im Katastropheneinsatz zu helfen. Freiwillige der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Frankfurt folgten ihnen mit einem Wasserrettungszug.

Auch Geld und Sachspenden soll aus Frankfurt und Hessen an die notleidenden Menschen gehen. Das Bistum Limburg und der Caritasverband schicken 100 000 Euro Soforthilfe nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Der Vereinsring und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Zeilsheim wollen ebenso wie der Musikclub "Das Bett" im Gallus Sachspenden sammeln.

"Wir alle wären gerne jetzt vor Ort, um mitzuhelfen", erklärte der Zeilsheimer Wehrführer René Priebe. "Das Unglück der Bevölkerung und auch der Tod der Kameraden im Einsatz gehen uns unheimlich nahe", sagte er. "Deshalb sammeln wir am kommenden Mittwoch Sachspenden und bringen sie selber in das Katastrophengebiet."

Im Rhein-Erft-Kreis sind die Frankfurter Helfer "unmittelbar für die Menschenrettung eingesetzt", sagte Anne Walkembach, Sprecherin der Feuerwehr. Die Situation im Rhein-Erft-Kreis ist katastrophal, ebenso wie in weiten Teilen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Das Land Hessen hat schnell reagiert und noch am Donnerstag etwa 600 Helfer losgeschickt. Vorausgegangen war eine Bitte des Landes Nordrhein-Westfalen. Am Donnerstagmittag erhielten die Feuerwehrleute den Einsatzbefehl, am späten Nachmittag sind sie abgefahren. Mit Einheiten aus dem Landkreis Main-Taunus, dem Hochtaunuskreis und dem Landkreis Wetterau starteten in Frankfurt rund 150 Katastrophenschutzkräfte im Verband. Er ist einer von vier Verbänden des Landes, die an verschiedenen Stellen im Katastrophengebiet im Einsatz sind.

Frankfurts Feuerwehr hat die Führung. Der Einsatz soll maximal eine Woche dauern, wobei das auch von der Situation abhängt. Frankfurt ist mit einem Katastrophenschutz-Löschzug vertreten, bestehend aus vier Fahrzeugen mit Besatzung, einem Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Löschwasserversorgung sowie einem Gerätewagen mit Material für den Hochwassereinsatz.

Gestern Mittag waren sie direkt in Erftstadt, wo sich dramatische Szenen abspielten. Laut Sprecherin Walkembach sicherten sie einsturzgefährdete Gebäude und ungesicherte Gasleitungen - ein Einsatz, der an die Substanz geht und lebensgefährlich für die Helfer sein kann. Im Stadtteil Blessem sind gestern Morgen drei Häuser und Teile einer Burg aus dem 13. Jahrhundert eingestürzt. Die Gasversorgung war in der Nacht abgestellt worden. In der 50 000-Einwohner-Stadt nahe Köln wird jede helfende Hand wird benötigt.

OB Peter Feldmann (SPD) und der für die Feuerwehr zuständige Stadtrat Markus Frank (CDU) danken der Feuerwehr und der DLRG für die schnelle Einsatzbereitschaft: "In dieser Situation ist Solidarität das Gebot der Stunde." Sie zeigten sich bestürzt über das Ausmaß der Katastrophe. "Hinter jedem Bild, das wir in den Nachrichten oder in der Zeitung sehen, stehen Schicksale. Menschen haben ihr Leben verloren oder stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Die Betroffenen sollen wissen: Sie können in dieser Stunde der Not auf uns zählen", sagte Feldmann.

Bereits am Donnerstag waren vier Höhenrettungsteams der Berufsfeuerwehr Wiesbaden sowie die Bergwacht Hessen und die Polizeifliegerstaffel mit drei Hubschraubern in Rheinland-Pfalz im Einsatz.

Sachspenden-Sammlung

Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Zeilsheim bittet zusammen mit dem Vereinsring Zeilsheim um Sachspenden. Die nimmt er am Mittwoch, 21. Juli, von 17.30 bis 21 Uhr im Saalbau Zeilsheim, Bechtenwaldstraße 17 entgegen. Gebeten wird um Windeln, Kinderspielzeug, Kuscheltiere, Kleidung und Schuhe, Haushaltsgegenstände wie Teller, Tassen oder Gläser. Die Spenden sollen dann in den Rhein-Erft-Kreis transportiert werden.